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Windows 7 - Der erste Eindruck

Da ich mich in den gesamten letzten zwei Jahren mit Vista nicht wirklich anfreunden konnte, habe ich jetzt auf meinem Laptop Windows 7 installiert, und der erste Eindruck ist tatsächlich positiv: es werkelt sich wesentlich flotter als vorher.

Windows 7 - aber welche Version?

Schon vor der Bestellung muss man sich ob der Microsoft-typischen Vielfalt der Editionen genannten Programmversionen gut informieren: Home Premium, Professional und Ultimate stehen zur Auswahl.

Ich habe mich dann für "Professional" entschieden, das in der OEM-Version bei Amazon gut 100 Euro kostet. Im Gegensatz zur Home Premium hat Professional die virtuelle XP-Maschine an Bord, die das Testen von Webseiten mit verschiedenen IE-Versionen erleichtern soll. Ultimate hat zusätzlich noch Bitlocker-Verschlüsselung und so'n Zeug, aber Professional schien ein guter Kompromiss.

Was ich nicht bedacht hatte: von "Vista Home Premium" zu "Windows 7 Professional" kann man nicht updaten. Es muss eine Neuinstallation sein. Updates gehen nur zwischen den beiden Home Premium Varianten oder zu Windows 7 Ultimate. Tja. Hätte ich mir die Update-Seite mal genauer anschauen sollen...

Nachtrag (01/2010): Auf meinem Desktoprechner habe ich mich für Win7 Ultimate entschieden, und Ultimate ist helemaal multilingual. English, Nederlands, you name it. Zusammen mit den Office 2007 language packs ist das perfekt.

Die Installation

Die Installation ging recht locker. DVD ins Laufwerk, ein paar Angaben bestätigen und kurz darauf isses fertig. Der Willkommensbildschirm ist nicht wirklich hübsch, aber den brauche ich eh nur zum Anmelden.

Störender war schon die von Windows 7 gewählte Auflösung von 800x600. Normalerweise bietet der 13"-Schirm locker Platz für 1280x800, aber Win7 hat die Grafikkarte NVidia Geforce 7400 nicht erkannt. Ist wohl zu exotisch. Ich musste die Treiber von Sony neu installieren.

Ebenso gab es noch ein Warndreieck für einen "Massenspeichercontroller". Wie sich nach einer kurzen Googelei herausstellte war damit der Sony MemoryStick gemeint, den ich noch nie benutzt hatte. Win7 scheint ihn ebenfalls für überflüssig zu halten. Treiber nachinstalliert, und jetzt gibt's auch keine störenden Warndreiecke mehr.

Der erste Eindruck

Flotter. Merklich flotter. Ansonsten mehr Evolution als Revolution. Die Taskleiste heißt jetzt Superbar und bedient sich flüssig. Die unter XP und Vista viel genutzte Schnellstartleiste (Quick launch) gibt es nicht mehr. Mal gucken ob mit den großen Symbolen genug Platz ist, aber an sich gefällt mir das neue Konzept. Anheften, lösen und die "Sprunglisten" sind superpraktisch.

Das Fenstermanagement mit Aero Schnapp, Aero Schüttel und Aero Peek und wie das allemal heißt ist auch gelungen. Da die Schnellstartleiste nicht mehr existiert, ist der Blick auf den Desktop jetzt nach ganz rechts gewandert. Mauszeiger drüber gibt einen Blick drauf, ein Klick verkleinert alle Fenster.

Am praktischsten finde ich bis jetzt aber die neuen Windows-Taste-Kombinationen:

WIN + Pfeil nach obenaktuelles Fenster ins Vollbild
WIN + Pfeil nach unten aktuelles Fenster wiederherstellen
WIN + Pfeil nach rechts   aktuelles Fenster im Halbbild rechts am Rand
WIN + Pfeil nach links aktuelles Fenster im Halbbild links am Rand
WIN + Leertaste Objekte auf dem Desktop sichtbar machen (= Aero Peek)
WIN + 1 bis 91. - 9. Programm in Superbar starten
WIN + +Bildschirmlupe (Zoomen, zurück mit Win + -)

Der unsägliche Windows Explorer ist zumindest nicht noch schlechter geworden. Er wirkt auf den ersten Blick etwas aufgeräumter, und die Bibliotheken genannten virtuellen Ordner scheinen gelungen.

Erstes Fazit

Windows 7 scheint wirklich das zu sein, was Vista hätte sein sollen. Die in jedem DOS-Fenster oben sichtbare interne Versionsnummer 6.1 deutet das auch an. Insofern lohnt sich ein Update auf jeden Fall. Störend ist eigentlich nur, dass man dafür bezahlen muss...

12.12.2009 | drucken | Gelesen: 1016

Kommentar zu Eintrag Nr. 708

Sebastian schrieb:

Hallo Peter,
dem kann ich weitestgehend zustimmen. Der "Wohlfühl-Faktor" hat sich gegenüber Vista deutlich erhöht.

Hier ergänzend noch einige meiner Highlights:
Bei einer Installation auf einer separaten Festplatte, bekommt man nun beim Start einen Boot-Manager, um auch sein altes Vista noch starten zu können. Das macht die schrittweise Migration deutlich angenehmer.

Das Rechtemanagement scheint einfacher geworden zu sein. Ich muss mich (gefühlt) seltener mit irgendwelchen Bestätigungsfenstern rumplagen, die nach Adminrechten fragen, und ob ich denn sicher bin, was ich da grade mache.

Noch bessere Hardware-Erkennung / Unterstützung. Das einzige, was nach der Grundinstallation nicht lief, war meine Microsoft Webcam *g*. Der Sound mit Standardtreibern hört sich bei mir (subjektiv) besser an als mit den Originalen unter Vista.

WIN + Pfeil nach links / rechts klappt sogar über mehrere Monitore hinweg. Ist das Fenster z.B. am Hauptmonitor links angekommen, springt es bei erneutem Klick an den rechten Rand des zweiten Monitors.

Momentan vermisse ich einzig und alleine die Schnellstartleiste, die sich bei mir seid XP zum heimlichen Startmenü gemausert hatte.

Ich habe mich übrigens für die Ultimate-Version entschieden, aber auch noch nichts vom "Bitlocker-Verschlüsselung und so'n Zeug" benutzt.

14.12.2009 22:42:13

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